Die Geschichten der gebrochenen Herzen

Mari Böhrk-Martin berichtet von ihrer Tätigkeit aus der Paar- und Trennungsberatung

Traurigkeit, Einsamkeit, Magenschmerzen, Freudlosigkeit und und und. Die Zuhörer:innen kanntes sie alle: die quälenden Phänomene des Liebeskummers. Das „Broken-Heart-Syndrom“ sei ein menschliches Grundgefühl, so Mari Böhrk-Martin, Theologin und Paarberaterin, das jeden Menschen, unabhängig vom Alter, treffen könne, da es eine hormonelle Erscheinung sei.
Aber, so Böhrk-Martin, dieser Liebeskummer lohne sich, wenn an den Ursachen gearbeitet werde. Anhand eines Fallbeispiels und anhand der Schlagertexte Deliah Lavis erläuterte sie ihre Gedanken zu einer Therapie. Häufig hätten Frauen ein Selbstbild, das geprägt gewesen sei von Unterordnung, Wertlosigkeit ohne Mann, eine „Von-außen-Kommen“ der Liebe. Das führe zu einer Beziehung, in der Frauen sich aufgäben und Männer alles dürften:

„Wenn du gehen willst, lass ich dich gehen,
wenn du glaubst, wird` ich dich verstehen“. (Daliah Lavi)

Ursachen für dieses Verhalten sei oft eine „harte“ Erziehung, die die Mutter schon mit einem falschen Frauenbild erhalten habe und jetzt die Beziehungsfähigkeit beeinflusse. Innere Leere als Folge an der Orientierung der Mutter, die dazu führen könne, das fehlendes Eigeninteresse entstehe. Fehlendes Urvertrauen, Verlust-Ängste, Druck, sich Liebe verdienen zu müssen, verhindern, dass eine geglückte Beziehung entstehe. Eine transgenerative Weitergabe schaffe auch in der nächsten Generation noch Kummer.

Was helfe bei der notwendigen Trennung vom Partner? Neue „Hormon-Schübe“. Böhrk-Martin empfahl Hochseilgärten und Achterbahnen als Auslöser eines Adrenalin-Schubes gegen hormonelle Depressionen. Und die Erkenntnis, dass Liebe aus einem selber komme.

Links:

Dalia Lavi /youtube
Praxis Mari Böhrk-Martin

Text: Michael Leberke
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