Mario R. Fox:
„Berühren und Berührt-Werden“ Die Bedeutung des Kuschel-Hormons


Die Erfahrung des Berührens und Berührt-Werdens ist jedem Menschen bekannt: Hände schütteln, Streicheln und Gestreichelt-Werden, Sich-über-das-Gesicht-Fahren: Mannigfaltig begegnet es uns. Der Beginn des Tastsinns beginnt sehr früh, bereits im Mutterleib hat der Fötus die Erfahrung des Köperkontaktes, führte der Psychotherapeut Mario Fox aus. Und diese grundsätzliche Erfahrung hat existentielle Folgen für das ganze Leben des Einzelnen, für sich und für seine sozialen Kontakte.


Die Haut ist das Organ, das den Menschen als tastsensibles Wesen zur Selbsterkenntnis und zur Fremdwahrnehmung mitbestimmt und somit seine Stellung als soziales Mitglied der Gemeinschaft sichert. Gelungene emotionale und soziale Beziehungen entstehen durch das Sicherheitsgefühl, das Berührungen hervorruft.  Diese psychologischen Erkenntnisse untermauerte Mario Fox durch Forschungsergebnisse der Biologie, der Medizin und Soziologie. Das „Kuschel-Hormon“ Oxytocin wird bei jeder Form von „Streichel-Einheiten“ ausgeschüttet und bewirkt Vertrauen, Sicherheit, Gesundheit und Wohlgefühl.

Wir leben – so Mario Fox weiter – spätestens seit der Corona-Epidemie in einer berührungs-distanzierten Welt. In Anbetracht der großen Bedeutung, die Berührungen haben, sind die Auswirkungen noch nicht absehbar. Auch wenn von Missbrauch im Moment viel die Rede ist, darf die gesunde und notwendige Berührung sowohl im privaten als auch professionellen Bereich nicht vernachlässigt werden.

Im Geben und Nehmen ist „Berührung ein Lebensmittel“.
Beachten wir mehr die Kraft der Zärtlichkeit.


https://www.mariofox.de / PDF „Berühren und Berührt-Werden“

Text und Foto: Michael Leberke, Header Pixabay
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